Neulich auf der FUJIKINA
Letztes Wochenende war die FUJIKINA zu Gast im Kölner Gürzenich. Die Fotofachmesse konzentriert sich – der Name lässt es erahnen – auf Fotoprodukte von Fujifilm. Zwar bin ich nicht mehr im Fujiversum unterwegs, aber ich kam unverhofft an eine Eintrittskarte (Danke an Sebastian) und so eine Messe bietet ja nicht nur Hardwareschau, sondern auch allgemeinen Themen wie Vorträge, Workshops und Fotowalks.
Dennoch konnte ich vor Ort ebenfalls mit einer Fujifilm Kamera in der Hand aufwarten: meine allererste Digitalkamera war eine Fujifilm F601 Zoom, inzwischen 25 Jahre alt, und die besitze ich immer noch. Am Vortag der Messe habe ich die Kamera in der hintersten Ecke meiner Kamera-Vitrine gefunden und den Akku reaktivieren können. Meine Idee: die Messe am Samstag Vormittag besuchen und dabei mit der alten Dame fotografieren.
Ich habe einige Sympathien für Fujifilm, auch wenn mir die Marke ein wenig zu sehr gehypt und „gehipstert“ wird. Vor ein paar Jahren hatte ich den Einstieg in das X-System mit einer XS10 gesucht und gefallen daran gefunden – bis der Sensor nach nur einem Jahr defekt war und ich spontan die Rückabwicklung zum Kauf einer Ricoh GR III nutzte. Die FUJIKINA feiert auf jeden Fall die Marke in geeigneter Weise mit vielen Ausstellern und einer Gallerie-Schau.
Ich habe mir zwei Vorträge angeschaut, einen Fotofreund getroffen und die Atmosphäre im Gürzenich genossen. Das waren gerade mal drei Stunden, die ich dort verbracht habe. Ich fand die Größe und das Ambiente der Messe wirklich gelungen, aber dennoch sehne ich mich zurück in die Zeiten einer großen Photokina oder Photopia, wo alle Marken aufeinander getroffen sind und sich dem Publikum aus aller Welt vorgestellt haben. Aber die Zeiten sind wohl vorbei.
Zurück von der Messe war ich gespannt auf die Bildergebnisse der F601 Zoom. Die Bedienung der Hochkant-Schönheit war schon eine Erfahrung. Eingelegt war eine 64MB Smart-Media Card, die nicht gerade viel Platz für die Fotos in der „hohen“ 3MP Auflösung des SuperCCD Sensors bot – immer wieder musste ich Fotos löschen, weil die Karte voll war. Die Bildgestaltung über das 1,5 Zoll TFT Display war auch eine Herausforderung – erst am Ende bemerkte ich, dass die Kamera ja noch einen optischen Sucher hat! Zu Hause übrigens musste ich feststellen, dass ich gar keinen Kartenleser mehr für Smart Media besitze. Aber zum Glück habe ich in der Originalverpackung das Datenkabel gefunden, und Windows dann bei Anschluss an einem alten USB 2.0 Port bewegen können, die Fotos zu überspielen. Ich sag es mal so: schlechter als die Bilder der Optio RZ10 fand ich die Ergebnisse jetzt nicht, aber dennoch sind sie natürlich im heutigen Vergleich unterirdisch. Dennoch hatte ich viel Spaß mit der Fujifilm. Jetzt darf sie aber wieder für die nächsten Jahre in die Vitrine zurück …
